- Document ID: 6190613
- Document Collection: 1-1-5-3_Buchenwald_Schreibstubenkarten
- Link to Online Archive: https://collections.arolsen-archives.org/de/document/6190613
Die anderen Unterlagen zur Person haben nicht geholfen, der E-Guide auch nicht wirklich (Facharbeiter eher unwahrscheinlich (da hätte man die genauere Berufsbezeichnung statt Landarbeiter eintragen können) für Fahnenflüchtiger wäre die Schreibweise merkwürdig).
Ideen oder gar Antworten?
Das ist derzeit der Diskussionsstand:
Habe diese Karte hier eingefügt, hoffe, dass ist okay?
Viele Grüße!
Ärgerlich - ich habe nach „F. A.“ gesucht und es kam „Keine Ergebnisse“, sonst hätte ich direkt dorthin gepostet. Interessantes Rätsel.
Hallo alle,
vielleicht handelt es sich auch um „Fremdarbeiter“ ?
Fremdarbeiter
Umgangssprachliche Bezeichnung für zivile Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus. Der Begriff „Fremdarbeiter“ verschleiert den Zwang als Grundlage des Arbeitseinsatzes. Selbst die ursprünglich freiwillig, d. h. oftmals aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland gekommenen „Fremdarbeiter“ durften später ihren Arbeitsplatz nicht mehr verlassen. Der in den Quellen nur selten verwendete Begriff „Fremdarbeiter“ fand nach 1945 Verbreitung, um den nationalsozialistischen Ausländereinsatz von der Beschäftigung der „Gastarbeiter“ in der Bundesrepublik zu unterscheiden. In politischen Debatten werden Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten noch heute gelegentlich als „Fremdarbeiter“ bezeichnet.
auch:
Im Januar 1942 befahl Göring mit Erlass vom 19. Dezember 1941 die Ostanwerbung und unterstellte alle Bewohner der besetzten Ostgebiete der öffentlichen Arbeitspflicht, da der Übergang zu einem Abnutzungskrieg zu einem dramatischen Arbeitskräftemangel in Deutschland geführt hatte. Die Anwerbung sollte in größtem Umfang in der Ukraine, Belarus und anderen besetzten sowjetischen Gebieten erfolgen und vormalige ideologische und volkstumspolitische Erwägungen gerieten in den Hintergrund.[15]
Die deutsche Kriegswirtschaft, Industrie und Landwirtschaft wären ohne das Millionenheer deportierter Fremdarbeiter und Kriegsgefangener zusammengebrochen; deren Zahl stieg von 1,2 Millionen im Jahr 1941 auf 7,8 Millionen im Jahr 1944 – davon knapp fünf Millionen Menschen aus der Ukraine, Belarus und Polen.[16]
Schönes Wochenende
Könnte sein, dass der „Suchbegriff zu kurz“ war. Zwei Buchstaben (bei Abkürzungen z.B.) reichen dann nicht. (Vielleicht hast du einen Punkt vergessen…). ![]()
Name: Ермак, Борис (Єрмак, Борис)
born 05.05.1925
POB: Sumy (Суми) - Ukraine
deported to Buchenwald 23.01.1943. In Buchenwald with PNR: 15218
remark F.A.
fate unknown
Arolsen files
Hallo zusammen,
laut dem Glossary https://arolsen-archives.org/content/uploads/USHMM_Glossary.pdf, S. 83 handelt es sich um einen Facharbeiter.
Viele Grüße
Gabriela
Hallo Gabriela, im Forum liefen einige Fäden zu diesem Thema getrennt voneinander, auch mit der anfänglichen Vermutung „Facharbeiter“
In Bezug auf die Buchenwald Schreibstubenkarten geht die Diskussion mittlerweile eher Richtung „Fremdländische Arbeiter“ (wegen der Listen mit entsprechender Überschrift, in denen die Häftlinge genannt wurden.) - Natürlich ist das auch nur eine Vermutung.
Beste Grüße!
Hier die 3 Fäden:
Hallo routebleue,
ja ich weiß… Ich wollte es nur nochmal erwähnen…
Danke.
Liebe Grüße
Ich dachte nur, das wäre vielleicht an dir vorbeigegangen, weil die Fäden so verstreut waren und das Arolsenteam im Sommer urlaubsbedingt wohl unterschiedlich besetzt war.
Tschüss!

