- Document ID: 1715317
- Document Collection: 1-1-26-3_individuelle Unterlagen Mauthausen M�nner (HPK)
Hallo, rike17813
Mein Verständnis ist dass, der Gefängener nicht in anderem Lager überstellt werden dürfte.
Da „Zwischenhaft“ und „DR-WA“ (Deutsches Reich Wehrmachtsangehöriger) auch auf das Dokument liegen, würde vermuttlich dieser Mann wg. Wehrmacht-gelinkte „Straffen“ verhaftet (?).
Bei vorheriger EveryNameCounts-Platform hatte man schon zwei Mal solche „G-Fertigung“ Bemerkung gefunden, und beides Mal handelte es sich - wie hier - um WA-Gefängener.
Fall die andere Mitglieder mehr Info dazu haben, nehme ich auch gern ![]()
Hans-Peter Klausch: Von der Wehrmacht ins KZ. Die Häftlingskategorien der SAW- und Zwischenhaft-Gefangenen
Noch immer ist wenig bekannt, wie die Wehrmacht das nationalsozialistische KZ-System zur Disziplinierung und Aussonderung dysfunktionaler dysfunktionaler Soldaten nutzte. Ausgangspunkt der KZ-Einweisungen deutscher Soldaten war das im Zusammenwirken von Truppenführung, Wehrmachtjustiz, Militärpsychiatrie und -psychologie entstandene System der Erziehungs-, Straf- und Bewährungseinheiten der Wehrmacht. Der Beitrag zeigt auf, wie diese Sonderformationen in unterschiedlichem Umfang und in Abhängigkeit vom Kriegsverlauf auf die Möglichkeit der KZ-Einweisung zurückgegriffen haben. Insgesamt wurden zwischen 1938 und 1945 im Zuge der „Sonderaktion Wehrmacht“ (SAW) 550 bis 750 Soldaten wegen „Wehrdienstsabotage“ in Konzentrationslager eingewiesen, wo sie allgemein als „SAW-Häftlinge“ geführt wurden. Hinzu kamen ab dem Sommer 1944 rund 950 sogenannte „Zwischenhäftlinge“, die nach militärgerichtlich verhängten Todes- oder Zuchthausurteilen in die Konzentrationslager Buchenwald und Mauthausen überstellt wurden, um dort ihre Arbeitskraft auszubeuten. Der Autor liefert Einblicke in die sehr heterogene Zusammensetzung der SAW- und Zwischenhaft- Gefangenen und verweist auf noch bestehende Desiderata der Forschung.
aus:
Leider liegt mir das Buch auch nicht vor…
Güße
/U.
