Liebe Community,
ab heute steht ein neues Dokumentenset zu sowjetischen Kriegsgefangenen online.
Die Dokumente stammen aus den Beständen des Bundesarchivs und wurden von der Wehrmacht und deutschen Behörden zur Dokumentation von Todesfällen unter sowjetischen Kriegsgefangenen angelegt. Die sogenannten Sterbenachweise enthalten unter anderem Namen, Geburtsorte, Todesumstände und teilweise auch Begräbnisorte.
Die Dokumente wurden im Rahmen des internationalen Forschungs- und Dokumentationsprojekts „Sowjetische Kriegsgefangene“ erschlossen. Seit fast zehn Jahren arbeiten darin Archive, Forschungseinrichtungen und Gedenkstätten zusammen, um die Lebenswege sowjetischer Kriegsgefangener nachzuzeichnen, neue Archivquellen zu erschließen und die gewonnenen Informationen für Forschung, humanitäre Schicksalsklärung und Erinnerung zugänglich zu machen. Für das neue Dokumentenset kooperieren wir mit dem Max Weber Netzwerk Osteuropa und brauchen eure Hilfe bei der Erfassung. (Mehr zum Projekt)
Die Unterlagen geben zugleich Einblick in die nationalsozialistische Verfolgung und Vernichtung sowjetischer Kriegsgefangener. Sie spiegeln häufig die Perspektive der Täter*innen wider und enthalten teilweise bewusst verfälschte Angaben, etwa zu Todesursachen.
Liebe Grüße, Jill
Dear community,
As of today, a new document set on Soviet prisoners of war is available on #everynamecounts.
The documents come from the collection of the German Federal Archives and were created by the Wehrmacht and German authorities to document deaths among Soviet prisoners of war. The so-called death records contain names, places of birth, information about the circumstances of death and, in some cases, burial locations.
The documents were made accessible as part of the international research and documentation project “Soviet Prisoners of War.” For almost ten years, archives, research institutions and memorial sites have been working together to trace the life stories of Soviet prisoners of war, make new archival sources accessible, and make the information available for research, humanitarian tracing and remembrance. For this new document set, we are cooperating with the Max Weber Network Eastern Europe – and we need your help to transcribe the information from the documents. (More about the project)
The documents also provide insight into the Nazi persecution and mass murder of Soviet prisoners of war. They often reflect the perpetrators’ perspective and in some cases contain deliberately falsified information, for example regarding causes of death.
Best, Jill